Du willst bessere Selfies, professionellere Videos oder einfach gleichmäßigere Beleuchtung für deine Streams. Vielleicht nervt dich, dass Gesichter auf Fotos oft unscharf wirken. Oder dass eine Seite deines Bildes heller ist als die andere. Viele Einsteiger sind auch unsicher beim Kauf. Technische Daten wirken verwirrend. Hersteller versprechen viel. Du weißt nicht, welche Funktionen wichtig sind.
Dieser Ratgeber hilft dir, Klarheit zu gewinnen. Ich erkläre in einfachen Schritten, welche Merkmale wirklich zählen. Du lernst, wie Helligkeit, Farbtemperatur, Größe und Diffusor das Ergebnis beeinflussen. Du erfährst, welche Ringlichter sich für Selfies, Vlogs, Produktfotos oder Video-Calls eignen. Ich zeige dir auch praktische Kriterien für die Auswahl. Das spart Zeit und vermeidet Fehlkäufe.
Am Ende weißt du, worauf du beim Kauf achten musst. Du bekommst Tipps zur einfachen Montage und zur richtigen Positionierung. Damit erreichst du schneller eine gleichmäßige, natürliche Beleuchtung. Du wirst selbstbewusster bei Aufnahmen. Und du vermeidest die häufigsten Anfängerfehler.
Worauf du als Anfänger beim Ringlicht achten solltest
Bevor du ein Modell auswählst, hilft ein klarer Blick auf die wichtigsten Kriterien. Größe, Helligkeit, Farbwiedergabe und Handhabung bestimmen das Ergebnis deiner Aufnahmen. Einige Funktionen sind für Einsteiger besonders wichtig. Andere kannst du später ergänzen. Die folgende Tabelle erklärt die Kriterien knapp. Sie zeigt, welche Werte sinnvoll sind. Und sie nennt typische Einsteigerprodukte, die du dir anschauen kannst.
| Kriterium | Worauf du achten solltest | Beispielprodukte |
|---|---|---|
| Durchmesser | Größere Ringe (z. B. 18 Zoll) liefern weichere, gleichmäßigere Beleuchtung. Kleinere (6–10 Zoll) sind portabler und reichen für Selfies oder Video-Calls. | Neewer 18-inch LED Ring Light (gut für Vlogs) • Neewer 10-inch Selfie Ring Light (kompakt) |
| Helligkeit (Lux/Lumen) | Achte auf stufenlose Regelung. Für Videos sind 1000+ Lux in Sitzdistanz hilfreich. Lumenangaben allein sind oft weniger aussagekräftig als Lux bei konkretem Abstand. | Neewer 18-inch: dimmbar, ausreichend für Vlog-Setup. Elgato Ring Light: präzise Regelung für Streamer. |
| Farbwiedergabe / CRI | Ein CRI von 90 oder höher sorgt für natürliche Hauttöne. Das ist wichtiger als maximale Helligkeit. | Elgato Ring Light: hohe Farbwiedergabe. Neewer-Modelle mit gutem CRI für den Hobbyeinsatz. |
| Farbtemperaturbereich | Gute Modelle bieten 2700–6500 K oder ähnliche Bereiche. So kannst du warmes und kühles Licht anpassen. | Neewer 18-inch: variabler Farbtemp.-Bereich. Elgato: präzise Farbtemperatursteuerung. |
| Stromversorgung | Netzteil ist praktisch für Studioeinsatz. USB- oder Akkuoptionen bieten Mobilität. Prüfe, ob ein Netzteil im Lieferumfang ist. | Neewer Modelle oft mit Netzteil. Kleinere Selfie-Ringe häufig USB-betrieben. |
| Stativ & Handhabung | Ein stabiles Stativ und eine einfache Neigefunktion sind wichtig. Achte auf mitgelieferte Smartphone-Halter oder Adapter für Kameras. | Neewer Kits enthalten oft Stativ und Smartphone-Halter. Elgato richtet sich an Schreibtisch-Setups. |
| Preis/Leistung | Als Anfänger zahlt es sich aus, ein bewährtes Budget-Modell zu wählen. Zubehör ist später oft günstiger aufzurüsten als das Licht selbst. | Neewer 18-inch: gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Elgato: höherer Preis, einfache Integration für Streamer. |
Kurzes Fazit
Für Einsteiger sind Modelle mit 10 bis 18 Zoll sinnvoll. Achte auf dimmbare Helligkeit und einen hohen CRI. Wenn du streamst, lohnt sich ein Elgato Ring Light. Für Flexibilität und Budget ist Neewer oft die bessere Wahl. Kauf ein Set mit Stativ, wenn du noch kein Zubehör hast.
Checklist für deinen Kauf
- Welche Größe passt zu deinem Einsatz? Selfies oder Vlogs?
- Ist die Helligkeit stufenlos regelbar?
- Hat das Licht einen CRI von ~90 oder mehr?
- Welche Farbtemperatur ist möglich? Kannst du warm und kalt mischen?
- Wie wird das Licht betrieben? Netzteil, USB oder Akku?
- Ist ein Stativ oder Smartphone-Halter im Lieferumfang?
Welches Ringlicht passt zu welchem Nutzer?
Social-Media-Anfänger
Wenn du gerade mit Reels oder TikToks startest, reicht oft ein kleines, portables Ringlicht. Achte auf eine Größe von 6 bis 10 Zoll. USB-Stromversorgung macht den Einsatz unkompliziert. Wichtig sind dimmbare Helligkeit und ein verstellbarer Farbtemperaturbereich. So kannst du Look und Stimmung schnell anpassen. Ein Clip oder kleiner Ständer ist praktisch für Smartphone-Aufnahmen.
YouTuber und Vlogger
Für längere Videos und aufgebaute Setups sind größere Ringe sinnvoll. 14 bis 18 Zoll sorgen für weiches, gleichmäßiges Licht. Ein stabiles Stativ und eine hohe CRI sind wichtig. Damit wirken Hauttöne natürlich. Modelle wie das Elgato Ring Light sind auf Streamer zugeschnitten. Alternativ bieten Neewer-Kits viel Zubehör und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Produktfotografie für Online-Shops
Bei Produktfotos zählt Detailtreue. Höherer CRI und ein neutraler Farbtemperaturbereich helfen, Farben korrekt wiederzugeben. Für kleine Produkte kann ein mittleres Ringlicht gut funktionieren. Für größere Objekte sind zusätzliche Softboxen oder LED-Panels oft besser. Achte auf die Möglichkeit, das Licht genau zu justieren und auf eine ruhige, reproduzierbare Ausleuchtung.
Makeup-Anfänger
Beim Schminken brauchst du gleichmäßiges Licht ohne harte Schatten. Ein Ringlicht mit breitem Durchmesser und variabler Farbtemperatur ist ideal. CRI 90+ sorgt für natürliche Hauttöne. Eine stabile Halterung für Spiegel oder Smartphone macht Tutorials leichter. Diffusoren helfen, harte Punkte zu vermeiden.
Zoom-Teilnehmer und Home-Office
Für Videokonferenzen reicht oft ein kleines Ringlicht mit Clipfunktion. USB-Betrieb und stufenlose Helligkeit sind praktisch. Positioniere das Licht hinter deiner Webcam. So vermeidest du Schatten und wirkst präsenter im Meeting.
Budget und räumliche Gegebenheiten
Im niedrigen Budget bekommst du kompakte USB-Ringe für Selfies und Calls. Im mittleren Bereich findest du bessere CRI-Werte und stabilere Stative. Hohe Preise lohnen sich, wenn du professionell arbeitest oder viel streamst. In kleinen Räumen sind kleinere Ringe oft sinnvoller. Große Ringe brauchen mehr Abstand, um gleichmäßig zu wirken. Wenn Platz oder Steckdosen knapp sind, wähle Modelle mit Akku-Option oder USB-Anschluss.
Kurz zusammengefasst: Wähle die Größe nach Einsatz und Raum. Priorisiere CRI und dimmbare Steuerung. Achte auf passende Stromversorgung und eine stabile Halterung.
Entscheidungshilfe: Mit wenigen Fragen zum richtigen Ringlicht
Welcher Durchmesser passt zu deinem Einsatz?
Überlege zuerst, wie nah du an der Kamera arbeitest. Für Selfies und Video-Calls reicht oft ein kleines Ringlicht mit etwa 6 bis 10 Zoll. Für Vlogs, YouTube oder Make-up-Videos sind 14 bis 18 Zoll besser. Größere Ringe liefern weichere Schatten und gleichmäßigere Beleuchtung. Unsicherheit entsteht oft bei begrenztem Raum. Wenn du wenig Abstand hast, nimm lieber eine kleinere Variante. Wenn du Platz und Budget hast, ist ein größerer Ring flexibler.
Benötigst du Mobilität oder eine stationäre Lösung?
Frag dich, ob du das Licht unterwegs brauchst. USB- oder Akkubetrieb ist praktisch für Mobilität. Netzbetrieb ist stabiler für längere Sessions im Studio. Akkumodelle sind leichter, haben aber begrenzte Laufzeit. USB-Ringe sind günstig und gut für Einsteiger. Wenn du regelmäßig lange aufnimmst, lohnt sich ein Netzteil oder ein stärkeres Modell.
Wie viel willst du ausgeben im Vergleich zu gewünschten Funktionen?
Setze ein realistisches Budget. Günstige Ringe sind für Startzwecke nützlich. Achte aber auf dimmbare Helligkeit und möglichst hohen CRI. Ein hoher CRI verbessert Hauttöne deutlich. Teurere Modelle bieten oft stabilere Stative, bessere Steuerung und längere Haltbarkeit. Wenn du unsicher bist, priorisiere diese Funktionen: dimmbarkeit, CRI ≥ 90 und eine verstellbare Farbtemperatur.
Praktische Empfehlung
Wenn du neu startest, wähle ein kompaktes, USB-betriebenes Modell mit dimmbarer Helligkeit. Das ist preiswert und flexibel. Wenn du professioneller werden willst, entscheide dich für 14–18 Zoll mit Netzteil und hohem CRI. Teste beim Kauf die Steuerung. So vermeidest du Fehlkäufe.
Kauf-Checkliste: Schnell durchgehen vor dem Kauf
- Überlege deinen Haupteinsatz. Schreib auf, ob du Selfies, YouTube-Videos, Makeup-Tutorials oder Produktfotos machen willst, denn das bestimmt Größe und Leistung.
- Prüfe Raum und Abstand. Miss den Abstand zwischen Kamera und Gesicht oder Objekt, denn größere Ringlichter brauchen mehr Abstand für gleichmäßige Ausleuchtung.
- Kontrolliere Helligkeit und Dimmbarkeit. Wähle ein Modell mit stufenloser Regelung, damit du Lichtstärke einfach an unterschiedliche Situationen anpassen kannst.
- Achte auf Farbtemperatur und CRI. Idealerweise hat das Licht 2700–6500 K und einen CRI von etwa 90 oder höher für natürliche Hauttöne.
- Entscheide die Stromversorgung. USB-Modelle sind mobil und günstig, Netzbetrieb ist stabil für längere Aufnahmen und Akkuoptionen bieten Flexibilität unterwegs.
- Beurteile Stativ und Halterungen. Ein stabiles Stativ und eine verstellbare Smartphone- oder Kamerahalterung sparen Frust beim Ausrichten und bei der Positionierung.
- Setze Prioritäten im Budget. Investiere zuerst in dimmbare Helligkeit und hohen CRI. Zubehör wie Diffusor oder ein besseres Stativ kannst du später ergänzen.
Häufige Fragen zu Ringlichtern
Welcher Durchmesser ist für Selfies und Calls geeignet?
Für Selfies und Videocalls reicht meist ein Ring mit etwa 6 bis 10 Zoll. Er ist kompakt und braucht nur wenig Abstand zur Kamera. Wenn du professioneller wirken willst oder Make-up-Videos machst, ist ein 14 bis 18 Zoll Ring oft besser geeignet. Größere Ringe liefern weichere Schatten und gleichmäßigere Ausleuchtung.
Brauche ich ein Stativ oder geht auch ein Clip?
Ein Stativ sorgt für stabile Positionierung und präzise Ausrichtung. Clips sind praktisch für schnelle Selfies oder Tischaufnahmen. Achte beim Kauf darauf, ob ein Stativ oder eine Smartphone-Halterung im Lieferumfang enthalten ist. Ein gutes Stativ spart später viel Nachjustieren.
Was ist der Unterschied zwischen LED- und Halogenringlichtern?
LED-Ringlichter sind energieeffizient und werden kaum heiß. Sie bieten meist dimmbare Helligkeit und verstellbare Farbtemperatur. Halogenlichter erzeugen mehr Wärme und sind weniger flexibel in der Farbsteuerung. Deshalb sind LEDs heute die praktischere Wahl für Einsteiger.
Wie wichtig ist die Farbwiedergabe, also der CRI?
Ein hoher CRI führt zu natürlicheren Hauttönen und realistischen Farben. Werte um 90 oder höher sind für Portraits und Make-up empfehlenswert. Wenn der CRI niedrig ist, wirken Farben flach oder verfälscht. Priorisiere CRI vor reiner Helligkeit, wenn natürliche Darstellung wichtig ist.
Kann ich ein Ringlicht für Produktfotografie nutzen?
Für kleine Produkte funktioniert ein Ringlicht gut. Es sorgt für gleichmäßige, schattenarme Ausleuchtung. Bei größeren Objekten oder sehr detailtreuen Aufnahmen ist ergänzende Beleuchtung sinnvoll. Nutze Diffusor oder zusätzliche Lampen, um Reflexe zu kontrollieren und Farbechtheit zu verbessern.
Praktisches Zubehör für Einsteiger
Stativ
Nutzen: Ein stabiles Stativ hält das Ringlicht sicher und erleichtert die Positionierung. Kauf lohnt sich, wenn du häufig unterschiedliche Höhen oder Winkel benötigst. Achte auf eine maximale Traglast, eine feste Verriegelung und einen 1/4″-20-Anschluss für Kompatibilität mit vielen Ringlichtern.
Smartphone-Halter
Nutzen: Eine verstellbare Halterung ermöglicht zentrierte Aufnahmen und verhindert Verwackler. Kauf lohnt sich, wenn du hauptsächlich mit dem Handy filmst oder Selfies machst. Prüfe die Breite der Klammer, einen drehbaren Kopf und ob die Halterung direkt auf dein Stativ oder Ringlicht passt.
Diffusor oder Softbox-Adapter
Nutzen: Diffusoren reduzieren Hotspots und erzeugen weiches, gleichmäßiges Licht. Kauf lohnt sich bei Porträts, Makeup oder wenn harte Schatten stören. Achte darauf, dass der Diffusor zur Ringgröße passt und einfach zu montieren ist.
Ersatznetzteil oder Powerbank mit PD
Nutzen: Ersatzstrom verhindert Unterbrechungen und erhöht Mobilität. Kauf lohnt sich, wenn du lange Sessions planst oder unterwegs arbeiten willst. Achte auf die richtige Spannung und den passenden Stecker. Bei USB-C prüfe, ob die Powerbank Power Delivery unterstützt.
Transporttasche
Nutzen: Eine gepolsterte Tasche schützt Ringlicht und Zubehör beim Transport. Kauf lohnt sich, wenn du das Equipment häufig mitnehmen möchtest. Achte auf Innenmaße, Trennfächer für Stativ und Kabel sowie robuste Reißverschlüsse.
Pflege und Wartung: So hält dein Ringlicht länger
Reinigung der LEDs
Schalte das Ringlicht aus und ziehe den Stecker, bevor du es reinigst. Wische die Oberfläche der LED-Ringe vorsichtig mit einem weichen Mikrofasertuch ab. Vermeide Flüssigkeiten direkt auf den LEDs und nutze bei stärkeren Verschmutzungen leicht angefeuchtetes Tuch.
Umgang mit Kabeln und Netzteil
Vermeide scharfe Knicke und Ziehen am Kabel. Rolle das Kabel locker auf und stecke es ordentlich weg, statt es um das Stativ zu wickeln. Prüfe regelmäßig den Zustand des Netzteils und besorge einen passenden Ersatz, wenn der Stecker Wackler zeigt oder das Gehäuse beschädigt ist.
Lagerung und Transport
Lagere das Ringlicht trocken und vor Staub geschützt. Nutze eine gepolsterte Tasche beim Transport, damit Diffusor und Halterungen nicht beschädigt werden. Entferne lose Teile wie Smartphone-Halter vor dem Einpacken.
Temperatur und Betrieb
Betreibe LEDs nicht in direkter Sonneneinstrahlung oder in sehr heißen Räumen. Gib dem Licht Raum zur Belüftung, besonders bei langem Betrieb. Wenn es ungewöhnlich warm wird oder flackert, schalte es ab und lass es abkühlen.
Austausch von Teilen und Verschleiß
Prüfe regelmäßig Schrauben, Gelenke und Halterungen auf Spiel und Festigkeit. Ersatz-Diffusoren oder Halter sind oft günstiger als ein neues Licht. Bewahre Rechnungen und Modellnummer auf, damit du schnell passende Ersatzteile bestellen kannst.
