Typische Situation: Du nutzt Gel-Filter für wärmeres Licht oder CTB-Folien, um auf Tageslicht abzustimmen. Gleichzeitig willst du einen Diffusor für weichere Schatten. Oder du setzt mehrere Farbfolien übereinander, weil die gewünschte Nuance sonst nicht erreicht wird. Genau hier beginnen die Konflikte. Mehrere Filter addieren sich in der Wirkung. Sie reduzieren die Lichtstärke. Sie verändern die Farbbalance. Und nicht alle Befestigungssysteme oder Filtergrößen passen auf jedes Ringlicht. Vignettierung und mechanische Unzulänglichkeiten sind häufige Folgeprobleme.
In diesem Artikel zeige ich dir, welche Grenzen real sind. Du erfährst, wie Helligkeitsverlust in Blendenstufen gerechnet wird. Du lernst, welche Kombinationen technisch sinnvoll sind. Du bekommst praktische Tipps zur Prüfung der Kompatibilität und zur Vermeidung von Vignettierung. Am Ende weißt du, wann Stapeln sinnvoll ist und wann du besser eine andere Lösung wählst.
Technische Analyse und praktische Anleitung zum Stapeln von Farbfiltern
Bevor du mehrere Farbfilter übereinander legst, solltest du die physikalischen Folgen kennen. Farbfilter verändern nicht nur die Farbtemperatur. Sie nehmen Licht weg. Sie können Vignettierung erzeugen. Sie können die Farbmischung unvorhersehbar machen. In der Praxis heißt das: Ein einzelner CTO- oder CTB-Film reicht oft. Zwei Filter können nötig sein, um eine bestimmte Nuance zu treffen. Mehr als zwei Filter bringt schnell deutlich weniger Licht und mehr Farbfehler.
Im Folgenden siehst du typische Szenarien im Vergleich. Als Beispielgel nenne ich bekannte Klassen wie CTO und CTB sowie Hersteller wie Rosco Cinegel und Lee Filters. Zur Kompatibilität beziehe ich mich auf gängige Ringlicht-Typen mit magnetischer Aufnahme, Klemmhalter oder festen Diffusoren. Die Werte für Helligkeitsverlust sind als Richtwerte angegeben. Genau messen kannst du mit einem Belichtungsmesser oder einem Farbmessgerät.
| Kriterium | 1 Filter | 2 Filter | 3+ Filter |
|---|---|---|---|
| Farbverschiebung | Deutliche, aber vorhersehbare Verschiebung. Beispiel: CTO wandelt 5500 K in wärmeres Licht. Rosco- oder Lee-Gels liefern reproduzierbare Ergebnisse. | Die Verschiebungen addieren sich nicht linear. Farbstiche können entstehen. Blau- und Orange-Filter mischen ungleichmäßig. | Starke Farbstiche möglich. Farbmessung oder Kalibrierung fast immer nötig. Ergebnisse können unvorhersehbar wirken. |
| Helligkeitsverlust (EV / ungefähre %) | Typisch 0.3–0.7 EV. Das entspricht ungefähr 20–40% Lichtverlust. Dünne CTO/CTB-Folien liegen am unteren Ende. | Ungefähr 0.6–1.4 EV insgesamt. Das sind rund 35–60% Verlust. Wenn ein ND-Gel dabei ist, steigt der Verlust deutlich. | Ab etwa 1.0 EV bis >3.0 EV möglich. Das entspricht 50–88% Verlust. Weitere Beleuchtungsquelle oder höhere ISO werden nötig. |
| Vignettierung | Gering bei sauberer Befestigung. Bei großen Ringlichtern mit flacher Front meist unkritisch. | Erhöhtes Risiko. Vor allem bei Clip-Systemen und wenn die Filter nicht plan sitzen. | Hohes Risiko für dunkle Ränder. Bei engen Ringen oder multifachen Schichten sichtbar. |
| Anwendungsfälle | Ausgleich der Farbtemperatur. Hauttöne anpassen. Fotografen und Make-up-Arbeiten. | Feinabstimmung der Nuance. Wenn ein einzelnes Gel die gewünschte Farbe nicht trifft. | Ungewöhnliche Spezialeffekte. Farbkombinationen für kreative Looks. Meist aufwändiger Testaufbau. |
| Kompatibilität | Hohe Kompatibilität mit magnetischen Filtersets und flachen Diffusoren. Geeignet für Marken wie Neewer und Godox, wenn ein separater Filterhalter vorhanden ist. | Kompatibilität hängt vom Haltersystem ab. Bei Klemmhaltern auf Quetschung prüfen. Bei magnetischen Sets manchmal nur zwei Lagen möglich. | Oft nicht empfohlen. Mechanische Probleme bei festen Diffusoren. Besser externe Halterung oder größere Frontscheibe verwenden. |
| Empfehlungen | Nutze hochwertige Gels wie Rosco Cinegel 85 oder Lee Filters CTO. Messe Helligkeit und Farbe. Korrigiere in der Kamera oder beim Weißabgleich. | Teste auf Kamera. Beachte additive Lichtverluste. Wenn möglich, reduziere Dichte einzelner Folien statt zu stapeln. | Setze besser eine zweite Lichtquelle oder verwende Farb-LEDs mit einstellbarer Farbtemperatur. Nutze Kalibrierung für präzise Farben. |
Kurz zusammengefasst: Ein Filter ist meistens ausreichend und verlässlich. Zwei Filter sind möglich, wenn du Verlust und Farbstich akzeptierst. Ab drei Filtern steigen Aufwand und Risiken stark. Wenn du genau arbeiten willst, messe und kalibriere.
Welches Filter‑Setup passt zu dir?
Die richtige Wahl hängt von deinem Arbeitsfeld und deinem Anspruch ab. Manche brauchen reproduzierbare Farben. Andere wollen schnelle, einfache Lösungen. Hier findest du klare Empfehlungen pro Nutzerprofil. Kurz und praxisnah.
Professionelle Fotografen
Empfehlung: ein hochwertiges Gel oder einstellbare Bi‑Color-LEDs. Nutze Gels von Rosco Cinegel oder Lee Filters für reproduzierbare Ergebnisse. Ein einzelnes CTO oder CTB reicht oft. Wenn du Nuancen feinjustieren musst, sind maximal zwei dünne Folien akzeptabel. Miss die Farbtemperatur mit einem Farbmessgerät. Kompromiss: Mehrere Folien bedeuten deutlicheren Helligkeitsverlust und komplexere Farbkorrektur in der Nachbearbeitung.
Influencer und Streamer
Empfehlung: magnetische Filtersets oder ein Filter plus Diffusor. Marken wie Neewer bieten praktische Systeme. Ein Filter, der Tageslicht oder warmes Licht simuliert, genügt meist. Für kreative Looks kannst du eine zusätzliche farbige Folie verwenden. Kompromiss: Stapeln reduziert die Helligkeit. In Live-Situationen ist das oft schwer auszugleichen. Besser: nutze dimmbare LEDs mit einstellbarer Farbtemperatur, wenn möglich.
Make-up‑Künstler
Empfehlung: ein präzises CTO/CTB oder Halb-CTO für subtile Anpassungen. Hauttöne profitieren von konsistenter Lichtfarbe. Vermeide viele Lagen. Ein gut sitzender einzelner Gelstreifen liefert zuverlässigere Resultate als mehrere übereinander. Kompromiss: Mehrere Filter verändern die Farbwiedergabe und erschweren das Arbeiten unter konsistenten Bedingungen.
Einsteiger
Empfehlung: ein universelles Gel oder die werkseitige Weißabgleichsfunktion der Kamera. Kaufe ein einzelnes CTO- oder CTB-Foil. Lerne damit den Einfluss auf Belichtung und Weißabgleich. Kompromiss: Billige Folien können einen Farbstich haben. Messe oder prüfe mit Testaufnahmen.
Budgetkäufer
Empfehlung: Günstige Cinegels zuschneiden und mit einer einfachen Halterung fixieren. Nutze maximal ein bis zwei dünne Folien. Achte auf Herstellerangabe zur Farbtreue. Kompromiss: Günstige Folien haben oft stärkeren Streulichtverlust und ungenauere Farbtemperatur. Wenn möglich, investiere später in hochwertige Folien oder in ein verstellbares LED‑Ringlicht.
Fazit: Ein Filter ist in den meisten Fällen die beste Wahl. Zwei Filter sind erlaubt, wenn du bewusst mit Verlust und Farbabweichungen umgehst. Ab drei Filtern steigt der Aufwand stark. Entscheide nach Priorität: Farbe, Helligkeit oder Flexibilität.
Entscheidungshilfe: Wie viele Farbfilter brauchst du?
Du stehst vor der Wahl: ein Filter, zwei oder mehr? Die richtige Antwort hängt von wenigen Kerndaten ab. Nutze die folgenden Leitfragen, um schnell eine praktikable Entscheidung zu treffen.
Wofür brauchst du das Licht?
Willst du präzise Hauttöne und reproduzierbare Ergebnisse? Dann ist Farbgenauigkeit wichtiger als Effekte. Ein einzelnes hochwertiges CTO- oder CTB-Gel reicht meist. Geht es dir um kreative Farbakzente, kannst du mit einer zusätzlichen farbigen Folie experimentieren. Für Show- oder Effektbeleuchtung sind drei oder mehr Schichten denkbar, wenn du den Lichtverlust einkalkulierst.
Wie viel Helligkeit kannst du opfern?
Prüfe, wie viel Lichtverlust du verkraftest. Ein Filter kostet typischerweise 0.3–0.7 EV. Zwei Filter können 0.6–1.4 EV bedeuten. Wenn du wenig Reserve bei ISO oder Blende hast, bleibe bei einem Filter oder nutze verstellbare LEDs.
Passen die Filter mechanisch und optisch?
Frag nach dem Befestigungssystem deines Ringlichts. Magnetische Sets vertragen oft eine Lage gut. Mehrere Lagen führen eher zu Vignettierung. Bei engen Ringen ist Stapeln meist keine gute Idee.
Unsicherheiten und Praxistipps
Farben verändern sich abhängig von LED-Spektrum und Kamera. Gels verschiedener Hersteller unterscheiden sich in Dichte und Farbton. Miss mit einem Belichtungsmesser oder Kalibrierungstool. Testaufnahmen sind entscheidend. Wenn du unsicher bist, starte mit einem einzigen hochwertigen Gel. Arbeite mit Weißabgleich oder Profilkorrektur in der Nachbearbeitung.
Fazit: Für die meisten Anwendungen reicht ein Filter. Zwei Filter sind vertretbar für feine Nuancen, wenn du den Helligkeitsverlust berücksichtigst. Mehr als zwei Filter sind Spezialfälle. Teste vorher und miss die Auswirkungen.
Praxisfälle: Wann wie viele Farbfilter sinnvoll sind
Hier siehst du typische Arbeitssituationen und wie sich die Auswahl und Anzahl der Farbfilter praktisch auswirkt. Zu jedem Szenario nenne ich die empfohlene Filteranzahl, passende Typen und die üblichen Fallstricke. Teste jede Kombination vor dem Einsatz.
Produktfotografie
Empfehlung: meist ein Filter oder gar keiner, wenn du die Kamera farblich kalibrieren kannst. Für warme Produktstimmungen ist ein CTO sinnvoll. Für kühle, neutrale Kulissen ein CTB. Nutze zusätzlich einen Diffusor, um Spiegelungen zu reduzieren. Probleme: Filter können feine Farbreflexe auf glänzenden Oberflächen erzeugen. Helligkeitsverlust zwingt dich manchmal zu längeren Verschlusszeiten oder höherer ISO. Bei Makroaufnahmen achte auf Vignettierung.
Portraits und Studioportraits
Empfehlung: ein hochwertiges Gel für konstanten Weißabgleich. Bei Bedarf zwei dünne Folien zur Feinanpassung. Halb-CTO kann Hauttöne natürlicher machen. Verwende Diffusor oder Softbox für weiches Licht. Probleme: Mehrere Folien verändern die Lichtqualität und liefern unerwartete Farbstiche. Prüfe Belichtung an einer Testaufnahme. Bei kontrollierten Studiolights sind verstellbare Bi-Color-LEDs oft die bessere Wahl.
Make-up-Tutorials
Empfehlung: ein präzises CTO/CTB oder Bi-Color-Einstellung. Ziel ist reproduzierbare Farbtreue. Vermeide Stapeln. Ein Diffusor hilft für gleichmäßige Schlagschatten. Probleme: Ungenaue Gels verfälschen Hauttöne. Lichtverlust durch mehrere Filter erschwert Detailbetrachtung. Prüfe Farben auf Monitor und in der Kamera.
Livestreams und Influencer-Content
Empfehlung: ein Filter für Grundton plus optional eine farbige Folie für Akzente. Magnetische Filtersets von Herstellern wie Neewer sind praktisch. Bei Liveaufnahmen ist Helligkeit kritischer als perfekte Farbnuancen. Probleme: Stapeln wirkt sich sofort auf Belichtung aus. In Live-Situationen sind dimmbare LEDs oder RGB-Ringlichter flexibler als mehrere Folien.
Künstlerische Farblooks
Empfehlung: zwei bis drei Gels möglich, wenn du bewusst mit Effekten arbeitest. Kombiniere Farbgels mit seitlichen Farbquellen für Trennung. Nutze Rosco- oder Lee-Gels, um reproduzierbare Farben zu erzielen. Probleme: Farbvermischung kann unvorhersehbare Ergebnisse liefern. Helligkeitseinbußen sind hoch. Kalibrierung in der Post ist meist nötig.
Videointerviews
Empfehlung: ein einziges, neutrales Gel oder Bi-Color-LEDs für Konsistenz. Ziel ist natürliche Hautwiedergabe und stabile Belichtung. Vermeide kreative Kombinationen, die die Mimik verfälschen. Probleme: Wenn du mehrere Filter nutzt, steigt der Aufwand für Weißabgleich und Color Grading. Bei unbequemen Lichtverhältnissen ist eine zweite Lichtquelle oft sinnvoller als mehr Gels.
Praktische Tipps für alle Szenarien: Messe die Farbtemperatur, mach Testaufnahmen, notiere die verwendeten Gels. Wenn Helligkeit fehlt, setze eine zweite Lichtquelle oder erhöhe ISO mit Bedacht. Für präzise Arbeit sind hochwertige Gels und ein stabiles Haltersystem wichtiger als viele übereinanderliegende Folien.
Häufige Fragen
Wie viele Farbfilter kann ich maximal auf ein Ringlicht stapeln?
Das hängt vom Ringlicht und vom Haltersystem ab. In der Praxis empfehlen viele Anwender maximal zwei Filter, um Helligkeitsverlust und Vignettierung im Rahmen zu halten. Drei oder mehr Lagen sind möglich, führen aber oft zu deutlichen Farbabweichungen und zu starkem Lichtverlust. Teste jede Kombination und messe Helligkeit und Farbe vor dem Einsatz.
Wie stark beeinflussen mehrere Filter Helligkeit und Farbstabilität?
Jeder Filter nimmt Licht weg. Typische Werte liegen bei etwa 0.3–0.7 EV pro dünner Folie. Farbverschiebungen addieren sich nicht linear. Das kann zu unerwarteten Farbstichen führen. Nutze Belichtungsmessung und Weißabgleich, um die Effekte zu kontrollieren.
Funktionieren Farbfilter mit dimmbaren Ringlichtern?
Grundsätzlich ja. Dimmen verändert aber oft das LED-Spektrum. Dadurch kann sich die Farbtemperatur verschieben. Wenn du dimmen willst, arbeite mit hochwertigen, hoch-CRI-LEDs oder nutze feste Dimmungseinstellungen und kalibriere die Kamera.
Wann lohnen sich professionelle Gels wie Rosco oder Lee?
Wenn du auf farbliche Reproduzierbarkeit angewiesen bist, dann sind professionelle Gels sinnvoll. Sie bieten konsistente Dichten und klare Farbwerte. Das ist wichtig für Porträts, Make-up oder Broadcast. Investiere zusätzlich in Kalibrierungstools für exakte Ergebnisse.
Welche Alternativen gibt es zum Stapeln mehrerer Folien?
Eine bessere Alternative sind einstellbare Bi-Color– oder RGB-Ringlichter. Sie sparen Licht und liefern sofortige Farbkontrolle. Auch eine zweite Lichtquelle oder ein Diffusor können das gewünschte Ergebnis bringen. In der Nachbearbeitung kannst du Farbkorrekturen ergänzen.
Kauf-Checkliste für Farbfilter und Filter‑Sets
Bevor du Filter kaufst, prüfe diese Punkte systematisch. So vermeidest du Fehlkäufe und bekommst das gewünschte Ergebnis bei deinem Ringlicht.
- Kompatible Größe und Montage: Prüfe den Durchmesser und das Befestigungssystem deines Ringlichts. Magnetische Sets, Klemmhalter und Zuschnitte verhalten sich unterschiedlich und passen nicht überall.
- Helligkeitsverlust: Informiere dich über die Dichte der Folien und den zu erwartenden Lichtverlust in EV oder Prozent. Plane Reserve bei Blende, ISO oder zusätzlicher Beleuchtung ein, wenn du nicht zu dunkel arbeiten willst.
- Farbwiedergabe und CRI: Achte auf zuverlässige Angaben zur Farbtemperatur und auf hohe Farbwiedergabe deiner Lichtquelle. Billige Folien können Farbabweichungen verstärken, vor allem bei LEDs mit niedrigem CRI.
- Stapelbarkeit und Vignettierungsrisiko: Kläre, ob dein Halter mehrere Lagen erlaubt und ob die Filter plan aufliegen. Mehrere Lagen erhöhen die Vignettierung und erhöhen das Risiko mechanischer Probleme.
- Material und Hitzeresistenz: Verwende hitzebeständige Cinegels von Herstellern wie Rosco oder Lee für längere Einsätze. Dünne Kunststofffolien können sich verziehen oder verkleben, wenn das Licht warm wird.
- Budget und Langlebigkeit: Abwäge einmalige Investition in hochwertige Gels gegen häufigen Ersatz günstiger Folien. Hochwertige Gels sind langlebiger und liefern konsistentere Ergebnisse über viele Einsätze.
- Einsatzgebiet und Flexibilität: Überlege, ob du konstante Farbtreue brauchst oder kreative Looks. Für präzise Arbeit reicht oft ein Gel. Für Effektbeleuchtung sind modulare Sets oder RGB/Bi‑Color‑LEDs oft effizienter.
Zubehör und sinnvolle Erweiterungen
Gutes Zubehör macht den Umgang mit Farbfiltern sicherer und flexibler. Unten findest du sinnvolle Ergänzungen, wann sie nützlich sind und worauf du beim Kauf achten solltest.
Filterhalter und Adapter
Nutzen: Erlauben sauberes Auflegen und schnelles Wechseln von Gels. Besonders praktisch sind magnetische Systeme oder Adapterringe, die auf verschiedene Ringlicht-Durchmesser passen. Wann kaufen: Wenn dein Ringlicht keine Werkzeuge hat oder du mehrere Filter schnell wechseln willst. Worauf achten: Durchmesser und Befestigungsart prüfen. Achte auf stabile Materialien und plan aufliegende Flächen, um Vignettierung zu vermeiden.
Ersatzgels und Startersets
Nutzen: Ersatzgels geben dir konsistente Farben und ermöglichen schnellen Austausch bei Abnutzung. Sets von Herstellern wie Rosco Cinegel oder Lee Filters bieten definierte CTO- und CTB-Stärken. Wann kaufen: Wenn du regelmäßig arbeitest oder reproduzierbare Ergebnisse brauchst. Worauf achten: Bestelle hitzebeständige Ausführungen und wähle Standardgrößen, die sich zuschneiden lassen.
Diffusoraufsätze
Nutzen: Diffusoren reduzieren harte Schatten und gleichen leichte Farbveränderungen aus. Sie helfen, dass Filter gleichmäßiger wirken. Wann kaufen: Bei Porträts, Make-up-Aufnahmen und Produktfotos. Worauf achten: Montageart prüfen, damit Diffusor und Filter zusammenpassen. Manche Diffusoren erhöhen das Vignettierungsrisiko, teste daher die Kombination.
Farbtemperatur- und Spektralmessgerät
Nutzen: Misst Farbtemperatur, Spektralverteilung und hilft bei der Auswahl oder Kalibrierung von Gels. Geräte wie das Sekonic C-700 liefern präzise Messwerte. Wann kaufen: Wenn du professionelle Farbtreue brauchst oder LED-Spektren überprüfen willst. Worauf achten: Kosten und Messumfang. Einfachere Tools wie ein ColorChecker sind günstiger und helfen bei der Kamera-Korrektur.
Abschirmblenden und Flags
Nutzen: Kontrollieren Streulicht und verhindern Farbspill auf Hintergrund oder Produkte. Sie sind nützlich, wenn du gezielte Beleuchtung ohne Farbstich willst. Wann kaufen: Bei Studioaufbau, Produktfotografie und Interviews. Worauf achten: Flexibilität und Hitzeresistenz. Leichte Metall- oder hitzebeständige Kunststoffversionen sind langlebig und einfach zu montieren.
Kurz gesagt: Wähle Zubehör nach deinem Workflow. Ein stabiler Filterhalter und ein Messgerät bringen die größten praktischen Vorteile. Investiere in hochwertige Gels, wenn Farbtreue zählt. Diffusoren und Abschirmungen helfen, Probleme zu lösen, die durch das Stapeln von Filtern entstehen können.
